Ja auch Nerds müssen waschen. Entweder im Waschsalon (sehr amerikanisch und daher uncool) oder eben zu Hause. Meistens sind Waschmaschinen dienstbare Geister, die auch nach jahrelanger Vernachlässigung immer noch brav ihren Dienst tun. Doch was tun, wenn die Kraft des Saftes im Gerät quasi schwindet?
Es bleibt nur der Griff zum Schraubenzieher. Und für alle Leidgeplagten, hier das Drama in mehreren Akten:
1. Das ProblemDie Wäsche wird nnicht mehr sauber. Entweder die Verschmutzung ist zu groß - nein das kanns nicht sein, oder die Maschine wird langsam kaputt. Ich ärgere mich also seit einiger Zeit über Restschmutz nach dem Waschen. Stelle dann auch fest, daß die Temperatur nicht paßt. Der Nerd mißt mit dem Pyrometer nach oder wie das Teil heißt. Berührungslos während des Waschens. Ergebnis: Programm sagt 60°, Ist-Wert nicht mal 40° !
2. Die Mission
Also mal analysieren, vielleicht ist der Heizstab hinüber.... Dazu öffnen wir das Gerät an der Rückseite, und nun beginnt das eigentliche Drama. Was davon ist der Heizstab und wie bekomme ich ihn raus?
3. Der Ausbau
Also gut, ab in Google, den Heizstab suchen. Es finden sich nach einigen Abfragen Bilder von Waschmaschinen-Heizstäben. Siehe da, die Rückseite kommt uns bekannt vor. Also das richtige Teil identifiziert, die Stromklemmen runter und weiter? Teil sitzt arschfest im Bottich. Auch der Schraubenzieher hilft nix.
Wieder ab nach Google. Diesmal feiner nach Ausbau gesucht. Siehe da, man muß in der Mitte auf den Bolzen draufhaun. Das wird ja lustig. Also Hammer geholt und draufgeschlagen. Naja, tatsächlich, der Bolzen überlebt die Prozedur, und der Stab beginnt zu wackeln.
4. Die Entdichtung
Die Gummidichtung ist offenbar auch für den Fall einer Sturmflut dimensioniert. Der Heizstab bewegt sich nur soweit bis daß ihm die Dichtung im Weg ist, und selbige rührt sich keinen Millimeter. Gut zureden mit der Zange? Wird vielleicht kaputt davon. Von einer Dichtung stand nichts auf der Homepage. Na gut, improvisieren wir. Mit Schraubenzieher, Fingern und der Zange komme ich nach qualvollen 15 Minuten endlich zum Ziel, die DIchtung gibt auf, ist aber noch ganz und kann wiederverwendet werden...
5. Die Verklemmung
Wie stand das im Forum? Aufpassen, daß der Niederhalter für den Heizstab im Bottich nicht beschädigt wird. Na gut, ich seh keine Niederhalter. Total dunkel da drinnen. Erstmal die Taschenlampe holen. Aber selbst das Licht der Taschenlampe ist unzureichend, um in die gähnende Dunkelheit der Waschmaschine vorzudringen. Langsam werd ich ungeduldig, beginne, am Heizstab rumzureißen. Verdammt! Das blöde Teil soll da endlich raus. Aber es macht nur scharrende Geräusche. ICh versuche es mit diversen Schräglagen. Hilft alles nix, er will nicht loslassen.
6. Die Erleuchtung
Ich baue nun nach einer Frustpause meine Schreibtischlampe ab. Die ist Halogen und leuchtet auch bis zum Mond. Siehe da, der blöde Stab hängt im Niederhalter fest. Warum hat es mit der Schräglage zuerst nicht funktioniert? Geht doch eh ganz einfach, wenn man sieht, was man tut. Schwupp! Da ist nun das gute Stück, sieht eingiermaßen angekalkt aus, aber eigentlich nicht defekt....

7. Finale?
Der Stab wird nun über Nacht entkalkt. Mal sehen ob das reicht. Diverse Fehlerbilder sagen, daß der Stab auch kaputt sein könnte, wenn er die Temperatur nicht mehr erreicht. Ich besitze offenbar ein Modell, daß beim Heizen nur nach der Zeit geht, d.h. es gibt keine Thermostatkontrolle der Temperatur. Naja...
Bald werd ich mehr wissen...